MARTINGALE SYSTEM

Das Martingalespiel ist eines der ältesten Systeme beim Glücksspiel und reicht ins 18 Jahrhundert zurück. Besonders gern wird es beim Roulette eingesetzt, kann aber auch auf Sportwetten übertragen werden.

Das Martingale System basiert darauf, dass bei einem Verlust der Einsatz der nächsten Wette verdoppelt wird. Im einfachen Roulette-Beispiel funktioniert das folgendermaßen: Ich spiele ausschließlich auf einfache Chancen, also zum Beispiel Rot und Schwarz. Setzte ich jetzt € 10 und verliere, setze ich beim nächsten mal € 20, verliere ich wieder, setze ich € 40 und so weiter. Wenn ich zwei Spiele später dann € 100 setze und gewinne, erhalte ich € 200. Bisher hatte ich zu diesem Zeitpunkt € 190 Wetteinsatz. Mein Gewinn beträgt also € 10. Danach fange ich wieder mit einem Wetteinsatz von € 10 an. Bei Sportwetten lässt sich das Martingale System anwenden, wenn man auf Quoten um die 2,0 setzt.

Das System hat allerdings sowohl beim Glücksspiel als auch bei Sportwetten einige große Haken. Beim Roulette zum Beispiel ist auch eine einfache Chance nicht 50/50, da sich das Casino durch die 0 immer den Vorteil behält und bei Sportwetten ist nicht gesagt, dass eine 2,0 Quote auch wirklich hält was sie verspricht. Das ständige erhöhen des Einsatzes lässt das Spielbudget schnell sinken und verleitet zu unbedachten Erhöhungen des Spielkapitals. Am Ende kann man im schlimmsten Fall nicht lange genug erhöhen, bis es wieder zu einem Gewinn kommt und ein Totalverlust ist die Folge. Abschließend müssen wir von der einfachen Martingale abraten.

Wer aber trotzdem nach dem Martingale System spielen möchte, sollte sich lieber die Stufenmartingale anschauen, oder eine der anderen Money Management Strategien.